Mompreneurs #1: Ein DIY-Magazin publizieren

Antje und Sabrina / hanne & herta

Antje und Sabrina / hanne & herta

Kennt Ihr das auch: Mir schwirren immer tausend tolle im Ideen im Kopf herum, was ich noch alles so beruflich machen könnte. Von der Cafébetreiberin über die Romanautorin bis hin zur Boutiquehotelbesitzerin ist alles dabei. Auch mit einem eigenen Magazin habe ich schon geliebäugelt. Leider bräuchte ich für all diese Ideen so circa drei bis fünf Leben und eigentlich mag ich meinen aktuellen Job ja auch sehr gerne, sodass einige Ideen davon wohl für immer Träume bleiben werden. Dafür sauge ich aber mit Begeisterung alle Geschichten von mutigen Frauen (vorzugsweise Mamas) auf, die ihre beruflichen Träume in die Tat umsetzen. Und es gibt soooo viele tolle Mütter mit großartigen (auch nachhaltigen) Geschäftsideen! Einige davon würde ich gerne hier in meinem Blog vorstellen, weshalb ich mir die neue „Mompreneur“-Serie überlegt habe. Den Anfang dieser Serie machen die Freundinnen Antje und Sabrina aus Essen. Die beiden Mompreneurs haben letztes Jahr nämlich „hanne & herta“, ein D.I.Y.-Online-Magazin für junge Mütter gegründet, in dem auch das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt. Wie es überhaupt zu der Idee kam und, um was es in ihrem Magazin genau geht….Antje von „hanne & herta“ verrät es Euch:

Antje Venker

Antje Venker

Liebe Antje, kannst Du Dich bitte kurz vorstellen?
Gerne! Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 2 Söhnen ( *2011, *2013), bald kommt eine Tochter dazu. Ich bin studierte Modedesignerin und eine Hälfte von „hanne & herta“.

Wie ist es zu der Idee von „hanne & herta“ gekommen? Was hast Du vorher gemacht?
Nach meinem Studium habe ich als freiberufliche Modedesignerin gearbeitet und war SEHR viel unterwegs. Als mein Mann und ich beschlossen haben eine Familie zu gründen, habe ich mir eine Alternative einfallen lassen. Stillbekleidung, der man es nicht direkt ansieht, die aber trotzdem einen leichten Zugang erlaubt, natürlich nachhaltig produziert ^_^. Ich habe mich im Netz umgeschaut, habe aber nichts Passendes gefunden, Schnittmuster gab es auch nicht. Nach und nach kamen Ideen hinzu, alle rund um das Thema Muttersein und Stillen. Ich sprach meine beste Freundin Sabrina an, Designerin und Fotografin, ob sie sich vorstellen könnte ein Magazin mit mir zu veröffentlichen. Wir waren total überzeugt von dieser Idee denn, etwas Vergleichbares gibt es noch nicht auf dem Markt. Wir haben uns viel ausgetauscht und gemeinsam ein Konzept entwickelt. Mitte letzten Jahres haben wir voller Stolz unsere erste Ausgabe von „hanne & herta“ veröffentlicht.

Der Name unseres Online Magazins kommt übrigens von unseren Großmüttern. Zum einen haben wir beide den Namen unserer Oma geerbt, zum anderen ist es aber auch eine Hommage an die Earlybirds des DIY. Die Generation unserer Großmütter hat viel genäht, gehäkelt, gestrickt – und uns diese Fähigkeiten mit auf den Weg gegeben…

Wen möchtet Ihr mit Eurem Magazin ansprechen?
Gerade werdende und frischgebackene Mütter müssen sich mit vielen Neuigkeiten auseinandersetzen. Daher bieten wir neben dem Schnittmuster und der Nähanleitung jede Menge Infos und Tipps, empfehlen Schönes, Praktisches und Leckeres. Beispielsweise sind unsere Rezepte den Bedürfnissen stillender Mütter angepasst. Toll finden wir auch praktische Apps, die das Mama-Leben erleichtern. Aber wir sind -als zwei Designerinnen- auch den schönen Dingen immer zugetan. Ist es dann noch praktisch und im besten Fall auch noch nachhaltig produziert, hat es bei uns gute Chancen.

PicMonkey Collage
Bist Du hauptberuflich für Euer Magazin tätig oder hast Du noch andere Jobs / Projekte?
Nebenher bin ich Animateurin, Köchin, Krankenschwester, Putzfrau, Chauffeurin und Chefin der Logistik… Haha ;-)!

Wie sieht so ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?
Einen typischen Alltag gibt es nicht, jedoch versuche ich so viel wie möglich in meinen Familienalltag zu integrieren, zum Beispiel durch testen von Rezepten oder Produkten, die wir vorstellen. Wenn die Jungs mit ihren Kunstwerken beschäftigt sind, skizziere ich meistens ein paar Ideen. Wenn ich von einer Skizze überzeugt bin, drapiere ich diese an eine Büste um zu gucken, ob es überhaupt Sinn macht. Danach kommuniziere ich mit der Schnittmacherin und gebe ihr alle Angaben die sie benötigt mit Skizzen und Fotos. Abends wenn die Jungs im Bett sind, recherchiere ich und schreibe Texte, Anleitungen und Anfragen. Die Shooting-Tage sehen komplett anders aus und finden meistens am Wochende statt.

Karnevalskostüme basteln, Tipis bauen, Bananenkuchen backen – woher nehmt Ihr all Eure Heft-Ideen?
Alles was uns über den Weg läuft, der Austausch mit anderen Müttern und natürlich sind unsere Kinder unsere Inspirationsquelle und zugleich unsere Testpersonen ^_^.

Habt Ihr eine Vision / konkrete Pläne, welche Ziele Ihr mit „hanne & herta“ erreichen möchtet? Wenn ja, welche sind das?
Der nächste Schritt ist, die Magazine in die englische Sprache zu übersetzten, da die Nachfrage recht groß ist. Eine weitere Idee ist ready-to-sew-kits anzubieten. Das Kit beinhaltet alles, was man braucht, um direkt loszulegen. Von der Einlage bis zum Schnittmuster.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt auch immer wieder eine wichtige Rolle in Eurem Magazin. Warum und welche Inhalte sind Euch hierbei besonders wichtig?

Da wir beide Mütter sind, legen wir viel Wert darauf, unsere Kinder gesund, also ohne Gift- und Zusatzstoffe, großzuziehen. Darüber hinaus möchten wir unseren Kindern ein Gefühl für die Umwelt mit auf den Weg geben – das erreicht man eben, indem man genau das vorlebt. Deshalb schlagen wir zum Beispiel Kindergeschirr aus Bambusfasern vor, welches zu 100 % kompostierbar ist und im Kreislauf der Natur bleibt, anstatt Geschirr aus Plastik oder Melamin, welches nach 300 Jahren noch nicht abgebaut ist. Natürlich sind wir keine Heiligen, sodaß uns immer wieder schöne Designs überwältigen, die wir mitnehmen. Wir bemühen uns sehr und fragen Firmen an, wie und wo ihre Ware produziert wird, um einen kleinen Denkanstoß anzuregen.

Was sind die größten Herausforderungen für Dich als selbstständige Working-Mom?
Genug Schlaf zu finden XD!

 

 

Nach dem Schenken ist vor dem Schenken: Geburtsgeschenke #1

So langsam wird es wirklich Zeit, aus meinem Weihnachts-Winterloch herauszukriechen, auch wenn das Wetter gerade etwas anderes sagt. Aber: Das Aufraffen lohnt sich, denn das neue Jahr hat viel zu bieten. Unter anderem werde ich im Mai Tante von einem bestimmt zuckersüßen Zwillingspärchen. Und auch meine Freundinnen Tina und Laura bekommen im Juni und Juli jeweils ein Baby. Grund genug sich jetzt schon mal ein paar Gedanken zum Thema „Geburtsgeschenke“ zu machen, auch wenn ich nach dem Weihnachtsstress jetzt eigentlich erstmal genug von der ganzen Geschenkthematik habe. Aber schließlich will man ja auch nicht die 100. U-Heft-Hülle, das 10. Schnullerband oder die 50. Windeltorte verschenken. Auch das Babytagebuch zählt zu den absoluten Klassikern unter den Geburtsgeschenken und ist, keine Frage, wirklich eine schöne Sache und eine tolle Erinnerung. Mindestens genauso schön wäre es aber doch, wenn zur Abwechslung auch mal wieder einer fragen würde, wie’s denn der Mama so geht, oder? Autorin Petrina Engelke hat genau das getan und ihre Fragen im Buch „Mama! Noch Fragen? – Mein erstes Jahr als Mutter“ zusammengetragen.

Mama noch fragen

Im Buch gibt’s jede Woche einen Vergleich zwischen Baby und Mama, das Ganze begleitet von lustigen Multiple-Choice-Fragen und –Antworten sowie kreativen Fotoaufgaben.

Beispiel gefällig? Bitteschön:

Woche 52

Diese Geschichte lese ich dem Baby gerade am liebsten vor:

Wann hat mir eigentlich das letzte Mal jemand vorgelesen?

Wenn ich zum x-ten Mal die selbe Geschichte vorlese:

  1. Kann ich sie auswendig. Soll ja gut für’s Hirn sein, das zu üben.
  2. Trage ich Kopfhörer. Dem Baby habe ich meine Vorlesung aufgenommen und ich höre beim Abspielen Musik.
  3. Ach, ist das die selbe Geschichte wie gestern?

Fotoaufgabe: Stell ein Bild aus dem Lieblingsbuch des Babys so eindeutig wie möglich nach und gib dem Baby dabei eine Rolle. Vergiss nicht, das Buch dazuzulegen!

Klingt nach ganz viel Spaß und Selbsterkenntnis, wie ich finde. Außerdem hilft es Mutti dabei, bei all dem Schlafentzug ihren Humor nicht zu vergessen. Auch gaaaanz wichtig! Bestellen könnt Ihr das Buch über Amazon. Es kostet 14,88 Euro. Für noch mehr Inspiration kann Mama dann auch noch auf dem Blog zum Buch vorbeischauen.

Eine Sache, die ich mir nach der Geburt meines Sohnes am liebsten selbst geschenkt hätte (wenn’s das damals schon gegeben hätte) ist die Baby-Erstaustattungs-Box von Cottonbudbaby.

Cottonbudbaby

Das Berliner Start-up, das von Mama Severine Naeve gegründet wurde, verleiht hochwertige Bio-Babykleidung für die ersten sechs Monate. Das Ganze funktioniert nach dem Aboprinzip. Eine Box enthält mindestens 16 bio-zertifizierte, ökologisch vorgewaschene Kleidungsstücke von ausgewählten europäischen Designer-Biolabels wie beispielsweise Sense Organics, Little Green Radicals oder Pigeon. Ist das Baby aus den Sachen herausgewachsen, tauscht man sie einfach gegen die nächste Box in der entsprechenden Folgegröße. Auf der Website kann man sich einige Kleidungsmuster anschauen und auch genau nachlesen, was alles in den jeweiligen Boxen, die natürlich saisonal wechseln, enthalten ist. Im 6-Monats-Abo zahlt man für die Box 59 Euro pro Monat. Kein Pappenstiel, aber wenn man bedenkt, was die Sachen neu kosten würden, handelt man so nicht nur günstiger, sondern natürlich auch deutlich nachhaltiger!

Hier könnt Ihr Euch auch noch ein Video zu Severines Cottonbudbaby-Idee anschauen:

Da bis Mai und Juni ja noch ein bisschen hin ist, werde ich mal weiter meine Augen und Ohren nach originellen und nachhaltigen Geburtsgeschenken offen halten und Euch an meiner Recherche teilhaben lassen!

Wenn Ihr noch tolle Ideen habt, freue ich mich natürlich jederzeit über Tipps!

Eine der Guten – Geschenke mit Sinn

Notizheft "Mein tolles neues Lebens"

Notizheft „Mein tolles neues Lebens“

„Eine der Guten“ – der Name allein vermittelt schon gleich ein gutes Gefühl, wie ich finde. Schließlich unterstützt man „die Guten“ doch besonders gern! Erst Recht, wenn sie uns so zauberhafte Produkte bescheren, wie zum Beispiel die „Bücher mit Sinn“, die ich schon oft an Freunde verschenkt habe. Eines dieser Kalender-Tagebücher trägt den Titel „Mein tolles neues Leben“, das es übrigens auch in der Kindervariante („Mein tolles neues Kinderleben“) gibt. Es bietet nicht nur viel Platz für persönliche Notizen, sondern überrascht auch mit kleinen, liebevollen Wochenaufgaben wie beispielsweise dieser hier:

„Schreibe drei Menschen, die Du liebst, eine Karte und verschicke sie mit der Post. Auch wenn sie im gleichen Haus wohnen sollten.“

Foto: "Mein tolles neues Kinderleben"

Foto: „Mein tolles neues Kinderleben“

Ich für meinen Teil finde ja auch den „Wut-Weg-Block – 5 Schritte zur besseren Seelenhygiene“ sehr reizvoll! Oder auch den „Mach-doch-mal-Block“, auf dem man verschiedenste Sachen ankreuzen kann wie zum Beispiel: „Mach doch mal…die Mundwinkel nach oben“ oder „…den Klodeckel runter“ oder „…deinen Traum war“.

"Mach doch mal" Block

„Mach doch mal“ Block

Sowohl die Bücher, als auch die Blöcke, Postkarten und Poster sind CO2 neutral sowie aus Recycling- oder FSC-Papier hergestellt. Als Geburts- oder Taufgeschenke finde ich diese hier auch sehr schön:

Foto: "Baby Diary" & "Personalisierbares Familienbild"

Foto: „Baby Diary“ & „Personalisierbares Familienbild“

Ausgedacht hat sich diese ganzen wunderbaren Bücher, Kalender, Poster, Postkarten & Co. Mama und Illustratorin Sabrina Tibourtine. Von ihrem kleinen Laden in Köln-Nippes aus kreiert sie all diese herrlichen Dinge, mit der sie die Welt ein bisschen besser machen will:

„Meine Bücher und Drucke sind als Lebensbegleiter gedacht, und als solche – das höre ich immer wieder – bewirken sie oft kleine (oder große!) schöne Veränderungen im Leben vieler netter Menschen. Das macht mich superstolz und gibt mir den Ansporn, mir weitere Dinge für ein besseres Leben auszudenken“, so Sabrina.

Sehr sympathisch finde ich auch diese Aussage von ihr:

„Der Name EINE DER GUTEN kam 2006 in einem Düsseldorfer Café in meinen Kopf geschossen und biss sich fest. Ich stehe zwar nicht sonderlich auf Comics, aber mir gefiel die Vorstellung, mit meinen Büchern gegen das Schlechte, also die spitzen Pfeile und Unebenheiten des Lebens, anzukämpfen. Das Beste daran ist: Man braucht keinen rotblauen Superwoman-Anzug. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich darin relativ bescheuert aussehen würde.“

Die Produkte von „Eine der Guten“ gibt es sowohl im markeneigenen Onlineshop, als auch bei Dawanda.

Alles Coco Lores

Foto: Coco Lores

Foto: Coco Lores

Der Name macht sie ja gleich sympathisch, denn wer bitteschön nennt sein Label schon „Coco Lores“? Erst recht, wenn es sich bei der Kollektion um schicke Businessmode handelt!
Unter dem Begriff „Büro Couture“ präsentiert das Frankfurter Label elegante Styles, die nicht nur Office tauglich sind, sondern sich auch prima für die After-Work-Party eignen. Besonders schön finde ich, dass die Kollektion so feminin ist: Verspielte Blusen, schwingende Teller-Röcke, figurbetonte Kleider, pastellfarbene Marlenehosen. Das Ganze aus hochwertigen Naturmaterialien wie Schurwolle, Kaschmir, Seide oder Baumwolle. Damit kann Mutti sich im Büro allemal blicken lassen – schließlich muss es ja nicht immer der graue Anzug oder das schwarze Kostümchen sein!

Auch das Thema Nachhaltigkeit liegt den drei Gründerinnen von Coco Lores – Claudia Frick, Iris Becker und Olivia Dahlem – am Herzen. Aus diesem Grund lassen sie alle Kollektionsteile in Frankfurt und Umgebung in Handarbeit produzieren. Ein Aufwand, der sich natürlich auch im Preis niederschlägt, denn 199,00 € für eine Bluse ist nicht gerade wenig. Dafür ist sie aber auch aus reiner Seide!

Für all diejenigen, die (wie ich) nicht all zu oft in Frankfurt sind, bietet das Label auch einen Onlineshop an. Dort könnt Ihr Euch, neben schicken Büroutfits, auch hübsche Hochzeitskleider bestellen.