Ernstings Family – neue Babykollektion mit GOTS-Siegel

Fotos: Ernstings Family  Pure Collection

Fotos: Ernstings Family Pure Collection

Kennt Ihr schon die „Pure Collection“ von Ernstings Family? Ja, Ihr lest richtig: Ernstings Family! Ein Bekleidungsunternehmen, das ich bisher noch nicht so wirklich als „besonders nachhaltig“ auf dem Schrim hatte. Aber: Bei der neuen Linie, die seit heute erhältlich ist, handelt es sich tatsächlich um nachhaltig produzierte Babybekleidung, denn alle Styles sind GOTS zertifiziert und bestehen aus Bio-Baumwolle. Das Beste daran aber ist: Die Sachen sehen auch noch richtig schön aus! Zumindest, wenn man NICHT (!) auf quietschbunte Disneyprints, rosa Glitzer oder grelle Farbkombis steht. Und ich muss zugeben, genau darunter hatte ich „Ernstings Family“ bisher abgespeichert. Deshalb bin ich jetzt positiv überrascht, dass das Unternehmen offenbar auch so ganz anders kann.

Das Design der neuen Kollektion ist überwiegend geschlechtsneutral, was ich nicht nur gut finde, weil ich keine Lust habe meinen Sohn ausschließlich in Klamotten zu kleiden, die übersät sind mit Auto- und Baggermotiven, sondern weil man die Kleidungsstücke dadurch auch prima zum Beispiel an die kleine Schwester weitergeben kann. Es hat also auch noch einen Nachhaltigkeitseffekt.
Zudem sind die Styles im positivsten Sinne puristisch: Hier und da gibt es mal ein dezentes Streifen-, Blümchen-, Herzchen- oder Pünktchenmuster, der Rest ist uni.

Herzchen
Auch die Farbauswahl ist überschaubar und reicht von Cremeweiß und Beige über Grau bis hin zu verschiedenen Blaunuancen. Das heißt, dass man die Sachen auch sehr gut untereinander kombinieren kann und dadurch mit weniger Kleidungsstücken auskommt. Das spart nicht nur Platz, sondern auch Geld! Apropos: Der Preis ist dann doch wieder so, wie man ihn von Ernstings Family erwarten würde, nämlich günstig. Das Jeanskleid kostet 11 €, ein Overall 14 €, ein Langarmshirt 7 €.

Overalls
Die Produktauswahl ist nicht riesig, aber es ist eigentlich alles da, was man in der Anfangszeit so braucht: von Stramplern über Jeans- und Joggingshosen bis hin zu Bodys, Jacken, Mützen, Socken und Halstüchern. Für die Mädchen gibt es außerdem ein niedliches Jeans-Kleidchen mit passender Strumpfhose und hübscher Sweatjacke mit Häkelspitzen-Einsatz.

Kleid
Zum Schluss noch eine Sache, die ich überhaupt nicht gut finde: Die Artikel sind nämlich nur in den Größen 56-68 bzw. 74-92 erhältlich. Das heißt: Ich selbst komme leider nicht mehr in den Genuss diese hübschen Sachen shoppen zu dürfen! Alle anderen können die „Pure Collection“ ab sofort im Ernstings Family Onlineshop kaufen. Ich wünsch Euch auf jeden Fall ganz viel Spaß dabei!

Nach dem Schenken ist vor dem Schenken: Geburtsgeschenke #1

So langsam wird es wirklich Zeit, aus meinem Weihnachts-Winterloch herauszukriechen, auch wenn das Wetter gerade etwas anderes sagt. Aber: Das Aufraffen lohnt sich, denn das neue Jahr hat viel zu bieten. Unter anderem werde ich im Mai Tante von einem bestimmt zuckersüßen Zwillingspärchen. Und auch meine Freundinnen Tina und Laura bekommen im Juni und Juli jeweils ein Baby. Grund genug sich jetzt schon mal ein paar Gedanken zum Thema „Geburtsgeschenke“ zu machen, auch wenn ich nach dem Weihnachtsstress jetzt eigentlich erstmal genug von der ganzen Geschenkthematik habe. Aber schließlich will man ja auch nicht die 100. U-Heft-Hülle, das 10. Schnullerband oder die 50. Windeltorte verschenken. Auch das Babytagebuch zählt zu den absoluten Klassikern unter den Geburtsgeschenken und ist, keine Frage, wirklich eine schöne Sache und eine tolle Erinnerung. Mindestens genauso schön wäre es aber doch, wenn zur Abwechslung auch mal wieder einer fragen würde, wie’s denn der Mama so geht, oder? Autorin Petrina Engelke hat genau das getan und ihre Fragen im Buch „Mama! Noch Fragen? – Mein erstes Jahr als Mutter“ zusammengetragen.

Mama noch fragen

Im Buch gibt’s jede Woche einen Vergleich zwischen Baby und Mama, das Ganze begleitet von lustigen Multiple-Choice-Fragen und –Antworten sowie kreativen Fotoaufgaben.

Beispiel gefällig? Bitteschön:

Woche 52

Diese Geschichte lese ich dem Baby gerade am liebsten vor:

Wann hat mir eigentlich das letzte Mal jemand vorgelesen?

Wenn ich zum x-ten Mal die selbe Geschichte vorlese:

  1. Kann ich sie auswendig. Soll ja gut für’s Hirn sein, das zu üben.
  2. Trage ich Kopfhörer. Dem Baby habe ich meine Vorlesung aufgenommen und ich höre beim Abspielen Musik.
  3. Ach, ist das die selbe Geschichte wie gestern?

Fotoaufgabe: Stell ein Bild aus dem Lieblingsbuch des Babys so eindeutig wie möglich nach und gib dem Baby dabei eine Rolle. Vergiss nicht, das Buch dazuzulegen!

Klingt nach ganz viel Spaß und Selbsterkenntnis, wie ich finde. Außerdem hilft es Mutti dabei, bei all dem Schlafentzug ihren Humor nicht zu vergessen. Auch gaaaanz wichtig! Bestellen könnt Ihr das Buch über Amazon. Es kostet 14,88 Euro. Für noch mehr Inspiration kann Mama dann auch noch auf dem Blog zum Buch vorbeischauen.

Eine Sache, die ich mir nach der Geburt meines Sohnes am liebsten selbst geschenkt hätte (wenn’s das damals schon gegeben hätte) ist die Baby-Erstaustattungs-Box von Cottonbudbaby.

Cottonbudbaby

Das Berliner Start-up, das von Mama Severine Naeve gegründet wurde, verleiht hochwertige Bio-Babykleidung für die ersten sechs Monate. Das Ganze funktioniert nach dem Aboprinzip. Eine Box enthält mindestens 16 bio-zertifizierte, ökologisch vorgewaschene Kleidungsstücke von ausgewählten europäischen Designer-Biolabels wie beispielsweise Sense Organics, Little Green Radicals oder Pigeon. Ist das Baby aus den Sachen herausgewachsen, tauscht man sie einfach gegen die nächste Box in der entsprechenden Folgegröße. Auf der Website kann man sich einige Kleidungsmuster anschauen und auch genau nachlesen, was alles in den jeweiligen Boxen, die natürlich saisonal wechseln, enthalten ist. Im 6-Monats-Abo zahlt man für die Box 59 Euro pro Monat. Kein Pappenstiel, aber wenn man bedenkt, was die Sachen neu kosten würden, handelt man so nicht nur günstiger, sondern natürlich auch deutlich nachhaltiger!

Hier könnt Ihr Euch auch noch ein Video zu Severines Cottonbudbaby-Idee anschauen:

Da bis Mai und Juni ja noch ein bisschen hin ist, werde ich mal weiter meine Augen und Ohren nach originellen und nachhaltigen Geburtsgeschenken offen halten und Euch an meiner Recherche teilhaben lassen!

Wenn Ihr noch tolle Ideen habt, freue ich mich natürlich jederzeit über Tipps!

Ecodesign im Kinderzimmer – Meine Highlights von der Kind + Jugend

Impressionen von der Kind + Jugend

Impressionen von der Kind + Jugend

Letzte Woche war ich auf der Kind + Jugend unterwegs, einer Fachmesse für Baby- und Kinderbedarf – wie immer auf der Suche nach den neuesten (und natürlich schönsten!) Produkten zum Thema „Nachhaltigkeit“. Wie auf den meisten Messen war es auch hier kein leichtes Unterfangen aus der Masse an Ausstellern diejenigen herauszufiltern, die nachhaltig produzieren. Grund: Sie sind weder im Ausstellerkatalog als solche ausgewiesen, noch sind sie übersichtlich in einem Bereich gebündelt. Ich bin also schön von Halle A nach Halle B getingelt, habe unzählige Aussteller interviewt und bin am Ende – zwar mit schmerzenden Füßen – aber doch glücklich und beseelt und mit ganz vielen Infos im Gepäck wieder nach Hause gefahren. Denn eines haben alle Aussteller, die nachhaltige Produkte anbieten, gemeinsam: Sie brennen für ihr Unternehmen und erklären Dir mit großer Leidenschaft jedes einzelne Detail, egal wie lange es dauert!

Besonders leidenschaftlich bei der Sache waren die Jungs von „PLAN TOYS – Sustainable Play“, die mich gleich eingeladen haben, die thailändische Produktionsstätte zu besichtigen, um anschließend mit der kompletten Belegschaft mittagzuessen. Mit großer Begeisterung wurde mir der gesamte Produktionsablauf erklärt, den Ihr Euch hier in einer hübschen Illustration oder in Form eines Videos anschauen könnt.

Plan Toys Sustainable Way

Plan Toys Sustainable Way

Das Sortiment ist richtig groß und umfasst vom Holzauto bis zur Spielküche eigentlich alles, was Kinderherzen höherschlagen lässt. Mein absoluter Favorit (weil einfach genial und so noch nie gesehen) ist das „Grüne Puppenhaus“ mit Windturbine, Solarpanel, Mülltrennsystem und vielen anderen umweltfreundlichen Gadgets.

Plan Toys Green Dollhouse

Plan Toys Green Dollhouse

Plan Toys: Gemüsebeet und Bienenwaben Spiel

Plan Toys: Gemüsebeet und Bienenwaben Spiel

Kaufen könnte Ihr Plan Toys Produkte unter anderem hier.
Ebenfalls gut gefallen hat mir der personalisierbare Hochstuhl von Yuunic, den es in vielen hübschen Farben und mit unterschiedlichen Dessins gibt. Zudem könnt Ihr die Namen Eurer Kleinen eingravieren lassen, was das Produkt absolut einzigartig macht. Die Stühle werden alle in einer Schreinerwerkstatt in Frankfurt handgefertigt und die Holzbeschaffung wird genauestens kontrolliert. Auf der Hersteller-Website wird es bald auch einen integrierten Shop geben, in dem Ihr die Hochstühle online bestellen könnt.

Yunnic

Yuunic Hochstuhl

Yuunic Hochstuhl "Classic"

Yuunic Hochstuhl „Classic“

Yuunic Hochstuhl mit Gravur

Yuunic Hochstuhl mit Gravur

Was ich außerdem mag: die Kork-Bausteine von Korxx. Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, sind frei von schädlichen Emissionen, sehr langlebig und haben noch einen weiteren ganz entscheidenden Vorteil: Sie sind LEISE! Wer – wie ich – regelmäßig eine Kiste Legosteine auf den Holzfußboden rasseln hört, wird diese Eigenschaft sicher auch seeeeehr zu schätzen wissen!

Korxx Bauklötze

Korxx Bauklötze

Von den Machern der Kidskoje gibt es ebenfalls etwas Neues. Und zwar ein Gitterbett, das sich – wenn das Kind herausgewachsen ist – entweder zum Regal, zum Maltisch, zum Kaufladen und / oder zum Kasperletheater umfunktionieren lässt. Das Ganze in gewohnt nachhaltigem Design und „Made in Germany“.

Kojote von Kidskoje

Kojote von Kidskoje

Darüber hinaus waren natürlich auch noch weitere spannende Aussteller vor Ort, die ebenfalls nachhaltig produzieren und tolle Ideen haben. Auf den einen oder anderen werde ich hier auf meinem Blog sicher noch einmal etwas detaillierter eingehen. Ihr dürft also gespannt sein 🙂

Ecostyle 2014 / Die Interior Highlights

Ecostyle

Am Wochenende war ich auf der Ecostyle in Frankfurt und habe dort viele tolle Produkte entdeckt, die ich zum Glück alle nicht kaufen durfte, da es ja eine Messe und kein Shoppingtempel war. Wie der Name es vielleicht schon verrät, handelt es sich bei der Ecostyle um eine Fachmesse, die sich dem Thema „Nachhaltigkeit & Design“ verschrieben hat. Die Anzahl an Ausstellern war überschaubar, sodass ich die Stände in aller Ruhe an einem Nachmittag abgehen und auch noch das eine oder andere Pläuschchen halten konnte. Letzteres hat besonders Spaß gemacht, weil auf vielen Ständen die Designer selbst vor Ort waren und ganz viel zu ihren Produkten erzählen konnten. Bei einigen werde ich künftig bestimmt öfter mal auf der Website vorbeischauen, denn die Ecostyle hat einmal mehr bewiesen, dass „Öko“ super modern und extrem schön sein kann. Und zwar egal, ob es sich dabei um gebrauchte Strickpullis handelt, die in liebevoller Handarbeit zu niedlichen Kuscheltieren umfunktioniert werden oder ob sich jemand aus altem Treibholz trendige Designerlampen schnitzt. Oder wie wäre es mit traumhaft schönen Teppichen aus recycelten Materialien? Gesehen bei der in Berlin ansässigen Designerin Moa Hallgren.

Moa Hellgren

Auch die außergewöhnlichen Produkte von “Railis Design” haben auf der Ecostyle gleich mein Interesse geweckt. Das kleine, isländische Familienunternehmen produziert handgefertige Unikate aus typischen, lokalen Materialien wie zum Beispiel Lavasteinen, die zusammen mit Vogelbeeren und Moos zu Sojawachskerzen verarbeitet werden. Die Tischleuchte „Killerwal“ wurde hingegen aus altem Treibholz, das einst das Meer auf die Insel gespült hat, gefertigt.

Railis Design neu

Auch Designerin Anna Liesch setzt auf Holz und kreierte daraus den praktischen „Kisten Trolley“, den ich mir super in meinem Garten vorstellen kann:

Anna Liesch Kisten Trolley
Beim Karlsruher Label 2ungrad wird die leere Farbtube zur Hängevase, die Blümchentasse zur Deckenlampe oder der alte Aktenordner zum stylischen Schlüsselanhänger. Recyclingdesign par excellence!

2ungrad

Der schwedische Glasbläser Jesper Jensen, der aktuell in Berlin lebt und arbeitet, hat es sich zum Ziel gesetzt nachhaltige, schöne Glasware zu kreieren. Aus diesem Grund bestehen all seine Produkte aus recycelten Weinflaschen.

Jesper Jensen

Das waren sie, meine persönlichen Ecostyle Highlights, aber natürlich gab es noch viel mehr tolle Designer und Marken zu sehen. Wenn Ihr Lust habt, könnte Ihr Euch auch einfach mal durch das Ausstellerverzeichnis klicken und selbst auf Entdeckungstour gehen. Viel Spaß und schreibt mir doch mal, was Euch besonders gut gefallen hat und warum!

Sie Dich im Spiegel an!

Weißt Du, wer das Shirt gemacht hat, das Du gerade trägst? Wieviele Personen daran beteiligt waren und unter welchen Umständen es gefertigt wurde? Ich denke, die allerwenigsten von uns haben darauf eine Antwort.

Der Kurzfilm „Handprint: Story behind your clothes” greift genau diese Fragen auf. Er entstand im Rahmen der London Fashion Week 2013, wo der Onlineshop Net-A-Porter, in Zusammenarbeit mit dem GCC® (Green Carpet Challenge) Projekt, die „Green Carpet Challenge Capsule Collection“ gelauncht hat.

Ich finde den Film deshalb so gut, weil er seine Message nicht mit dem erhobenen Zeigefinger in die Welt hinausbrüllt. Auch brutale Schockbilder gibt es hier nicht zu sehen. Es ist vielmehr ein leiser Film mit tollen ästhetischen Bildern. Dafür ist er aber nicht weniger nachdrücklich! Ganz im Gegenteil: Das Schlussbild bleibt lange im Kopf (zumindest in meinem) und auch das Zitat am Ende gerät nicht so schnell in Vergessenheit.

„You carry the stories of the people that make your clothes“

Also, unbedingt anschauen: