Camping deluxe

Foto: Whitepod

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Lust auf ein bisschen Luxus? Wie wär‘s dann mal mit einem Besuch im „Whitepod“? Meine lieben Freundinnen vom Eventportal Peaxs.de haben mich auf diese Hammer-Location aufmerksam gemacht und ich war schon beim Anblick der Fotos Feuer und Flamme!

Bei einem Pod handelt es sich um eine Art Hightech-Zelt in Igluform, das in diesem Fall mitten in den Schweizer Alpen steht. Ausgezeichnet mit dem „Responsible Tourism Award 2005 for Innovation“ achtet das moderne Nomaden Camp besonders auf umweltbewussten, naturschonenden Tourismus und ist dabei doch sooooo weit vom herkömmlichen Camping entfernt. Die Zelte verfügen nämlich nicht nur über komfortable Betten und ein voll ausgestattetes Bad, sondern auch über eine Kochstelle sowie eine eigene Terrasse mit atemberaubendem Panorama-Blick. Ferner bietet das angegliederte Restaurant „Les Cerniers“ regionale Küche, unter anderem vegetarisch und Gluten frei. Auf der Sommerkarte habe ich zum Beispiel so lecker klingende Gerichte wie „Quinoa Salat mit Kräutertofu und Käse“ oder „Kräutertofu-Burger mit Gemüse und gemischtem Salat“ entdeckt. Außerdem bietet das Restaurant Picknickkörbe zum Mitnehmen an, die beispielsweise vegetarische Sandwiches, Joghurt, Obst und hausgemachte Brownies beinhalten. Yummie!!

Foto: Whitepod

Foto: Whitepod

 

Foto: Whitepod

Foto: Whitepod

In speziellen Familien-Pods haben bis zu vier Personen Platz. Standard ist ein Doppelbett sowie zwei kleinere Betten für die Kinder. Auch ein Babybettchen ist im Preis inklusive. Ebenfalls kostenlos sind Aktivitäten wie Tischtennis, Federball, Tischkicker, Brettspiele, Filmvorführungen sowie der Spielplatz. Für Mama und Papa bietet das Eco Resort außerdem diverse Wellness-Anwendungen sowie eine Sauna und ein japanisches Bad.

Foto: Whitepod

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Wem das noch nicht reicht, der kann Gleitschirmfliegen gehen, eine runde auf dem Hundeschlitten fahren oder an einer geführten Wanderung teilnehmen. Da die Pods ganzjährig buchbar sind, variiert das Angebot je Jahreszeit natürlich etwas. Hin und wieder gibt’s auch tolle Specials, so wie das aktuelle „Family Escape Angebot“.

Besonders gut gefällt mir das nachhaltige Konzept des Whitepod-Resorts, denn es hat es sich zum Ziel gesetzt die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu fördern, ohne dass die Gäste dabei auf modernen Komfort, Unterhaltung, Design und Entspannung verzichten müssen. Eine schwierige Gradwanderung, die dem Whitepod zu gelingen scheint. Und zwar durch viele kleine Schritte, die unter anderem den Strom- und Wasserverbrauch verringern. Zudem werden alle Pods durch Holzöfen beheizt. Das Holz dafür kommt aus den umliegenden Wäldern. Auch das Restaurant bezieht seine Ware von lokalen Erzeugern und bietet ausschließlich saisonale Speisen an. Die Putzmittel sind zu 100 % biologisch abbaubar, der Müll wird getrennt und kompostiert, das Druckerpapier ist FSC zertifiziert, es wird lokales Quellwasser verwendet und und und. Wer es ganz genau wissen möchte: Die ökologischen Grundsätze des Hotels könnt Ihr Euch hier herunterladen.

Bretagne mit Kleinkind

Landschaft

Im Juni haben wir unseren ersten Urlaub mit Kind (2) verbracht. Inspiriert von Kölnformats Roadtripp ging es von Köln aus mit dem Auto zunächst in die Normandie und dann weiter in die Bretagne. Genauer: Auf den Bauernhof der Familie Lamour in Plèlo, an der Côtes-d’Armor, wo wir für sieben Tage ein kleines Ferienhäuschen gemietet hatten.

Anreise mit Hindernissen
Bis wir an unserem Wunschort ankamen, war es – im doppelten Sinne – ein weiter, weiter Weg. Denn, es trennten uns nicht nur rund 900 km von unserer Urlaubsdestination, sondern auch ein heftiges Unwetter, ein qualmender Motor und ein kotzendes Kleinkind. Umso erfreuter waren wir da, als wir nach diesem mittelgroßen Horrortrip endlich an unserem ersten Etappenziel in Neufmoulin ankamen und Natur pur genießen durften. Denn die Pension von Èlisabeth und Jean-Marie war wirklich ein kleines Idyll mit ganz viel Grün, zahlreichen Hühnern, Gänsen, Ziegen und Pferden.

Unser geräumiges und sehr modernes Zimmer befand sich in einer alten Scheune, die aufwendig renoviert worden war und neben drei Gästezimmern, auch eine große Gescheinschaftsküche und eine Terrasse mit Blick ins Grüne bot. Die gesamte Umgebung (inklusive der herzlichen Gastgeber) war sehr kinderfreundlich, sodass wir uns hier prima von der anstrengenden Fahrt erholen konnten. Auch das Frühstück eignete sich hervorragend, um neue Energie für die Weiterfahrt zu tanken. Neben köstlichem Käse aus der Region, gab es frisch gebackene Madeleins, Rhababerkompott, selbstgemachten Joghurt und viele andere Leckereien. Tipp: Ich habe die Unterkunkt direkt über die Website gebucht, was kein Problem war, da Èlisabeth ganz gut Englisch spricht.

neufmoulin final

Blühende Landschaften
Ja, die gibt es tatsächlich. Man mag es sich als Stadtmensch kaum vorstellen können, erst recht nicht, wenn man sich zuvor über kilometerlange Autobahnstrecken gequält hat. Als wir jedoch nach ca. sechstündiger Fahrt an unserem Urlaubsort ankamen, war ich gleich hin und weg von dem wunderbaren Anblick, der sich uns bot: Bis zum Horizont nur Wiesen und Felder! Das Ganze kombiniert mit sanftem Blätterrascheln und Vogelgezwitscher. Ansonsten: absolute Ruhe!

„Florence“, unser uraltes, minikleines (35 qm) Steinhäuschen, war zudem mit ganz viel Liebe zum Detail eingerichtet. Es gab eine Wohnküche mit Kamin, ein Schlafzimmer und ein kleines Bad. Außerdem eine Terrasse und einen eigenen Garten mit Grill, den wir – Dank des guten Wetters – auch instensiv genutzt haben.

Gastgeberin Liz, die mit ihrer Familie den Bauernhof betreibt, auf dem das Häuschen stand, gab uns viele gute Unternehmungs-Tipps. Das Ganze in perfektem Englisch und mit dem richtigen Gespür dafür, was mit Kind geht und was nicht. Im Haus lag außerdem eine Liste mit allen Wochenmarktterminen in der Umgebung aus. Auf denen konnten wir uns hervorragend mit regionalen Produkten eindecken. Auf dem Markt von Binic haben wir zum Beispiel Fußball große, knackfrische Artischocken für nur 0,50 € das Stück gekauft. Außerdem gab es überall die berühmten Galettestände (falls Ihr mal keinen Bock auf Kochen oder 3-Gänge-Menüs im Restaurant habt). Tipp: Liz bietet ihren Gästen auch einen Frühstückskorb mit frischer Milch, selbstgemachter Marmelade, köstlichem Brot, der typischen gesalzenen Butter und anderen regionalen Produkten an. Der Clou: Vor dem Haus gibt es ein kleines Mini-Gewächshaus, in dem der Korb abgestellt wird. So muss man ihn sich nur noch schnell reinholen, wenn man frühstücken möchte.

Frühstück

Sonnenbaden, Pony reiten und zwischendurch: Wäsche waschen
Die Region um unser Örtchen Plèlo herum bot uns eigentlich alles, was man sich als Urlauber so wünscht. Wir konnten zwischen 20 verschiedenen Stränden auswählen, kleine historische Städtchen besichtigen, Pony reiten, einen Tag im Zoo verbringen, Picknicken und und und.

Strand final

Einige Vormittage haben wir auch einfach damit verbracht auf dem Bauernhof unserer Gastfamilie herumzubummeln. Hier ließ es sich nämlich ebenfalls prima aushalten, denn es gab dort einen kleinen Spielplatz, ein Waschhäuschen, das gleichzeitig auch als Bibliothek diente, ein romantisches Gewächshaus und hier und da mal ein Huhn, das den Weg kreutzte. Perfekt also für einen Urlaub mit Kleinkind!

Plelo final

Kinderbettchen, Wickelunterlage, Kinderhochstuhl und Babybadewanne waren übrigens im Mietpreis inklusive. Darüber hinaus haben wir auch die Waschmaschine und den Trockner genutzt, was uns ebenfalls keinen Cent gekostet hat. Sehr sympathisch war mir auch, dass unsere Gastgeber durchgehend auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit geachtet haben – vom Putzmittel bis zum Duschgel (von Damana). Als die sieben Tage um waren, war ich richtiggehend traurig, diese wunderbare Natur und die herrliche Stille wieder verlassen zu müssen.

In The Middle Of Nowhere
Auch auf dem Rückweg hatten wir wieder einen Zwischenstopp mit Übernachtung eingeplant. Das Örtchen „Sourdon“, in dem die Unterkunft lag, war allerdings so klein, dass ich bis zum Schluss fest davon überzeugt war, wir hätten uns verfahren. Zufällig verirrt sich dort jedenfalls kein Tourist hin, was aber natürlich auch seinen Charme hat.
Die Pension von Sarah & Hervé Lopes war sehr modern und hübsch eingerichtet, was mir allerdings auch so manches Mal die Schweißperlen auf die Stirn trieb, weil überall hübsche Glas- oder Porzellandeko herumstand, die mein Sohn unbedingt „begutachten“ wollte. Außerdem war das Zimmer zwar sehr geräumig, aber leider auch sehr hellhörig. Dafür gab es einen großen Garten mit Spielgeräten, Hühnern, Katzen und einem Hund. Wer kein französisch kann, sollte die Pension lieber über booking.com buchen, da die Gastgeber selbst kein Englisch sprechen.

sourdon final

Familien Couchsurfing

Pixelio/Rainer Sturm

Ja, ich weiß, Couchsurfing hat jetzt nicht unbedingt etwas mit den klassischen Eco Resorts oder Biobauernhöfen zu tun. Trotzdem passt es für mich prima hier rein. Warum? Weil es eine tolle und vor allem preisgünstige Alternative zu Pauschalreisen ist – fernab von anonymen Bettenburgen. Und wo bitte kann man ein Land und seine Kultur besser kennenlernen, als bei einer einheimischen Familie? Aber von vorne!

Was ist Family Couchsurfing überhaupt?
Couchsurfing, den Begriff habt Ihr bestimmt schonmal gehört: Reisende suchen eine kostenlose Unterkunft, der Gastgeber freut sich über interessanten Besuch und stellt dem Suchenden deshalb gerne seine Couch zur Verfügung. Das Familien Couchsurfing funktioniert im Prinzip genauso, nur dass es eben exklusiv um Familien geht. Sprich: Hier beherbergen Familien andere Familien. Das Ganze ebenfalls kostenlos.

Neben der kostenlosen Unterkunft bietet das Familien Couchsurfing viele weitere Vorteile:

  • Die Kids können live miterleben, wie Kinder in anderen Ländern/Kulturen leben.
  • Die Gastfamilie kann Euch tolle Tipps geben, welche Aktivitäten vor Ort für Kinder besonders geeignet sind.
  • Es gibt eine kinderfreundliche Infrastruktur in der Wohnung/im Haus, wie beispielsweise Spielsachen, Hochstühle, Kindergeschirr etc.

Auf couchsurfing.org findet Ihr ganz konkrete Tipps und Anleitungen, wie das Familien Couchsurfing am besten funktioniert. Anschließend könnt Ihr in der „Family Welcome Group“ Kontakte knüpfen und schauen, mit welcher Familie Ihr auf einer Wellenlänge liegt. Beispielsweise haben Familien mit gleichaltrigen Kindern sicher viele Anknüpfungspunkte und auch ähnliche Bedürfnisse. Ihr könnt sowohl zu Gast bei einer Familie sein, als auch selbst Familien beherbergen. Beides hat sicherlich seinen Reiz, besonders für die Kinder.

Erfahrungsberichte gefällig?

Alexandra Frank hat das Ganze mal mit Ihrer Familie (inklusive Baby!!) ausprobiert und während ihres Neuseeland-Trips die unterschiedlichsten Unterkünfte und Gastgeber kennengelernt. Ihr Fazit:

„Couchsurfing ist nicht nur günstig, es bietet auch Insidertipps und neue Kontakte.“

Pia Volk hat ähnliche Erfahrungen gemacht, als sie mit Mann und Sohn (3) durch ganz Europa gereist ist und dabei auf 44 fremden Sofas übernachtet hat. Ihr Resümee:

„Bei Fremden zu übernachten ist für viele schon abenteuerlich – und dann noch mit Kind? Es gibt nichts Besseres!“

Habt Ihr auch schon Erfahrungen mit dem Thema Familien Couchsurfing gemacht? Wenn ja, freue ich mich, wenn Ihr Eure Erfahrungen hier mit mir teilt!

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