#Ilovebooks: Nachhaltig kochen mit Kindern

Titel: "Landschaft schmeckt - nachhaltig kochen mit Kindern"

Titel: „Landschaft schmeckt – nachhaltig kochen mit Kindern“

Heute gibt’s auf meinem Blog mal eine Buchrezension für Euch. Grund: I LOVE BOOKS! Und der Titel des Buches „Landschaft schmeckt – Nachhaltig kochen mit Kindern“ hat mich gleich angesprochen, weil ich mit meinem Sohn, obwohl er erst 2 ½ Jahre alt ist, gerne zusammen koche (soweit in diesem Alter halt möglich). Außerdem möchte ich ihm natürlich einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln beibringen und dazu gehört eben auch, dass er weiß wo, was her kommt. Allerdings hab ich auch das große Glück, dass er extrem gerne isst und sich deshalb für nahezu alle Lebensmittel (Gummibärchen und Schokolade natürlich eingeschlossen!!) gleichermaßen begeistern kann. Egal, ob Ingwer, Radieschen, Sellerie, Avocado oder Blumenkohl – schon bei der Zubereitung wird mit großer Begeisterung alles probiert und am Ende dann meistens ohne Murren genüßlich verspeist. Deshalb war er auch gleich bei der Sache, als es darum ging mal gemeinsam das Buch durchzublättern. Die Bilder fand er auch ganz interessant und hat bei dem einen oder anderen Foto gleich „Mama Du das bitte auch mal kochen“ gesagt.

leckere Apfelvariationen

leckere Apfelvariationen

Die Sarah Wiener Stiftung
Initiiert wurde das Buch von der Sarah Wiener Stiftung. Diese hat sich drei Hauptziele gesetzt: Zum einen die praktische Ernährungsbildung, dann die Bildung zu Nachhaltigkeit und die soziale Bildung. Drei Punkte, die in jedem Fall unterstützenswert sind! Neben Kinderkochkursen organisiert die Stiftung auch Ausflüge auf einen Bauernhof, damit die Kids mit allen Sinnen begreifen können, wo und wie unsere Lebensmittel entstehen. Ergänzend dazu gibt es jetzt eben auch dieses Buch, das nicht nur für Eltern, sondern auch für Erzieher und Pädagogen gedacht ist, die den Kindern spielerisch den Zusammenhang zwischen Nahrung und Umwelt vermitteln wollen. Deshalb sind die Mengenangaben bei den Rezepten auch nicht unbedingt für Familien, sondern eher für größere Gruppen ausgelegt. Aber man kann die Portionen problemlos runterrechnen.

Dos and Don’ts
Fangen wir mal mit den Don’ts an: Ich persönlich finde das Design nicht ganz so ansprechend. Das hätte man in meinen Augen moderner gestalten können. Außerdem brauche ich immer viele Bilder zu den Rezepten, damit ich weiß, wie das fertige Ergebnis am Ende auszusehen hat. Das fehlt mir in dem Buch ein bisschen. Außerdem hätte man das Ganze auch noch ganz toll mit ein paar DIY-Anleitungen ergänzen können. An einer Stelle wird beispielsweise beschrieben, wie man einen Fenstergarten selber bastelt. Super Idee, die Beschreibung ist mir persönlich aber nicht ausführlich genug und auch hier hätte ich mich wieder über mehr Fotos gefreut, die den Bastelvorgang etwas genauer dokumentieren. Das wäre sicher auch für die Kinder anschaulicher.

Fenstergarten basteln

Fenstergarten basteln

Dos: Nichtsdestotrotz empfehle ich das Buch gerne weiter, denn es bietet sehr, sehr viele nützliche und wichtige Informationen, die alle klar und verständlich beschrieben sind. Ich blättere immer wieder gerne durch und habe über die Tage jetzt schon so einiges gelernt. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass Pilz genauso eiweißreich sind wie Milch?
Zudem habe ich auch schon das Brot mit den geraspelten Möhren nachgebacken und die Graupensuppe ausprobiert. Außerdem habe ich mir aus übrig gebliebenen Apfelschalen einen Apfelschalentee gekocht, der tatsächlich sehr gut geschmeckt hat. Zudem sind alle Gerichte wirklich leicht nachzukochen/-backen und die Zutaten sind meist überschaubar und problemlos im Biosupermarkt oder auf dem Wochenmarkt zu bekommen.

Pilze als Eiweißlieferanten

Pilze als Eiweißlieferanten

Tipp: Slow Food Deutschland e.V. bietet ebenfalls tolles Infomaterial zum Thema „Nachhaltig kochen mit (oder auch ohne :-)) Kindern“. Auf der Website könnt Ihr Euch zum Beispiel kostenlose Broschüren bestellen oder auch gleich online anschauen.

Leonardo DiCaprio braucht Dich!

Der gute Leo, also ich meine Leonardo DiCaprio, hat mir als neuer UN Sonderbotschafter mal wieder ordentlich ins Gewissen geredet! Auf dem Klimagipfel in New York hat er nämlich alle eindringlich gewarnt, so weiter zu machen wie bisher. Wir sollen sofort entschiedene und deutliche Maßnahmen in Bezug auf den Klimawandel treffen! Zwar hat er sich damit natürlich in erster Linie an die Teilnehmer des UN-Klimagipfels gerichtet, aber – und das ist ja auch nix Neues – Umweltschutz fängt ja schon im Kleinen an, sodass sich da jeder mal schön an die eigene Nase packen kann. Ich angefangen! Denn es gibt unendlich viele kleine Schritte, die gar nicht wehtun und sich ganz leicht umsetzen lassen. Man muss halt bloß mal anfangen! Die Frage ist: WO?

Umweltschutz? Manchmal hilft auch wenig viel!

Als hilfreiche Quelle auf dem Weg in ein grünes Leben eignet sich beispielsweise das Nachhaltigkeitsportal „Utopia“. Dort gibt es unter anderem die Kategorie „Kaufberatung“, in der Ihr Euch super über die effizientesten Küchengeräte, die umweltfreundlichsten Putzmittel, die besten Ökostromanbieter und und und informieren könnt.
Auf „Utopia“ hab ich zum Beispiel auch gelernt, dass ich im Bad ja noch so einiges falsch mache. Es fängt schon mit der Zahnpasta an! Oder wusstet Ihr, dass sich in einer herkömmlichen Zahnpasta Tube sogenanntes Mikroplastik befindet, das nicht richtig abgebaut werden kann und am Ende dann unter anderem in Wildtiermägen landet? Gleiches gilt übrigens auch für Duschgels, Peelings usw.

Leider kann ich mir auch nie merken, wo man im Kühlschrank was am besten lagert, obwohl man in den Medien ja immer wieder darauf hingewiesen wird, dass die richtige Lagerung enorm wichtig ist, weil Lebensmittel dadurch deutlich länger halten und weniger Vitamine und Aromen verlieren. Dass das Gemüse ins Gemüsefach gehört – soweit klar. Aber bei der Soja Margarine hört’s dann auch schon auf. Und wie viel Grad welches Fach haben soll? Keinen Plan! Aus diesem Grund hängt jetzt der praktische Kühlschrank-Guide in meiner Küche. Den habe ich mir kostenlos von Utopia runtergeladen.

Utopia Kühlschrank-Guide

Utopia Kühlschrank-Guide

Bevor jetzt noch jemand den Verdacht hegt, dass das hier eine Utopia-Werbeveranstaltung wird: es gibt natürlich noch andere sinnvolle Informationsquellen im Netz!

Von Peta weiß ich zum Beispiel, wie schädlich Butter für das Klima ist! Denn während in einem Kilo Butter 23.800 g CO2 stecken, schlägt die Margarine nur mit 1.350 g zu Buche. Und überhaupt sind vegane Produkte natürlich nicht nur für’s Klima, sondern auch für die Tiere gut.

Zum Thema „Energiesparen“ liefert mir Greenpeace gleich 44 einfache Tipps, wie ich das am schlauesten anstelle. Klar, vieles davon kennt und beherzigt man natürlich schon, aber die eine oder andere neue Info könnt Ihr da bestimmt noch rausziehen. Z. B.:

  • Die Waschmaschine IMMER vollmachen
  • Den Backofen nicht vorheizen
  • Anstatt in einen Trockner lieber in einen Ventilator investieren
  • Essen besser in der Mikrowelle, statt im Kochtopf aufwärmen

Besonders praktisch: Auf der Seite vom WWF könnt Ihr Eure persönliche CO2-Bilanz berechnen lassen. Ich hab’s ausprobiert und weiß jetzt, dass meine persönliche CO2 Bilanz zwar schon unter dem normalen Durchschnitt liegt, mein Heizverhalten allerdings noch optimierungsbedürftig ist.

Außerdem gibt es im Netz noch weitere Artikel, die sinnvolle Tipps und interessante Informationen zum Thema „Umweltschutz“ liefern. Deshalb kommt hier eine kleine Linksammlung:

Und jetzt würde mich natürlich noch brennend interessieren, wie Ihr Euch bisher so in Sachen Umweltschutz engagiert! Wäre Leo stolz auf Euch, oder hinkt Ihr mit Eurer Ökobilanz noch ein bisschen hinterher? Natürlich freu ich mich auch über clevere Tipps und Tricks!

Frohes Schaffen – Downshifting für alle

Ich geb’s zu: Den Titel dieses Blogposts hab ich geklaut. Und zwar von einem wunderbaren Dokumentarfilm, der sich kritisch mit unserer Arbeitsmoral auseinandersetzt. Denn, falls Ihr’s noch nicht wusstet: „Arbeit ist zu unserer neuen Religion geworden“. Das zumindest behauptet die Doku „Frohes Schaffen – ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Um seine These zu untermauern, reist Regisseur Konstantin Faigle bis in die New Yorker Wallstreet, interviewt Experten und zeigt anhand unterschiedlichster Lebensbeispiele, welch großen Stellenwert Arbeit in unserer Gesellschaft eingenommen hat. Doch, macht es überhaupt Sinn, sich permanent diesem enormen Arbeits- und Leistungsdruck auszusetzten, oder gibt es vielleicht auch andere Lebensansätze? Tatsache ist doch, dass die wengisten von uns Jobs haben, die sinnhaft sind und für die sich die Ackerei wirklich lohnt. Und warum muss es unbedingt die 40-Stunden-Woche sein? Würden nicht auch 20 Stunden reichen?

„Weniger arbeiten, mehr leben“, so lautet auch das Credo der sogenannten „Downshifting“-Bewegung. Ein Trend, der übrigens schon seit den 90ern grasiert und Menschen beschreibt, die sich bewusst gegen Geld und Karriere und für mehr Zeit mit Familie und Freunden entscheiden. Sie konsumieren weniger und investieren dafür lieber in echte Erlebnisse. Dass es sich mit dieser Einstellung auch ganz wunderbar leben lässt, zeigen die Beispiel des Brigitte-Artikels „Downshifting: Weniger Arbeit, mehr Leben“.

Auch der 3 Sat Bericht fasst die Inhalte der Downshifting Bewegung ganz gut zusammen und gibt erste Tipps, was Ihr tun könnt, um selbst einen Gang runterzuschalten:

  • Entrümpeln (sich von allem Überflüssgen befreien
  • Auf Impulskäufe verzichten
  • In Erlebnisse investieren
  • Mit kleinen Veränderungen anfangen, z.B. weniger Fernsehen

Wenn Ihr noch ein passendes Mantra dazu braucht, hier das Video von MC Rene, der den Downshifting-Lifestyle selbst perfektioniert und in einen Song verpackt hat.

Sie Dich im Spiegel an!

Weißt Du, wer das Shirt gemacht hat, das Du gerade trägst? Wieviele Personen daran beteiligt waren und unter welchen Umständen es gefertigt wurde? Ich denke, die allerwenigsten von uns haben darauf eine Antwort.

Der Kurzfilm „Handprint: Story behind your clothes” greift genau diese Fragen auf. Er entstand im Rahmen der London Fashion Week 2013, wo der Onlineshop Net-A-Porter, in Zusammenarbeit mit dem GCC® (Green Carpet Challenge) Projekt, die „Green Carpet Challenge Capsule Collection“ gelauncht hat.

Ich finde den Film deshalb so gut, weil er seine Message nicht mit dem erhobenen Zeigefinger in die Welt hinausbrüllt. Auch brutale Schockbilder gibt es hier nicht zu sehen. Es ist vielmehr ein leiser Film mit tollen ästhetischen Bildern. Dafür ist er aber nicht weniger nachdrücklich! Ganz im Gegenteil: Das Schlussbild bleibt lange im Kopf (zumindest in meinem) und auch das Zitat am Ende gerät nicht so schnell in Vergessenheit.

„You carry the stories of the people that make your clothes“

Also, unbedingt anschauen: